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>> Hallenfest 2011

Zehn Wehren in Aktion

Die Firma Sell steht im Mittelpunkt einer großen Schauübung. Es gilt, Vermisste zu retten und Öltanks zu schützen.

Brandobjekt war die Firma Sell in der Ortsmitte, wo auch größere Mineralöltanks geschützt werden mussen. Fotos: Singer Die Rettung zweier vermisster Menschen durch die Atemschutzträger der Geroldsgrüner Feuerwehr hatte bei der großen Schauübung höchste Priorität. Brandobjekt war die Firma Sell in der Ortsmitte, wo auch größere Mineralöltanks geschützt werden mussen. Fotos: Singer Geroldsgrün - Mit einer großen Schauübung hat die Stützpunktfeuerwehr Geroldsgrün ihr 29. Hallenfest eingeläutet. Das Brandobjekt befand sich in der Ortsmitte: Die Firma Sell Mineralöle und Brennstoffe war dafür ausgewählt worden. Für alle Beteiligten stellte die Übung eine interessante Bereicherung ihrer praktischen Ausbildung im Umgang mit Gefahrstoffen dar. Davon konnten sich auch die vielen Schaulustigen, darunter Bürgermeister Helmut Oelschlegel und seine beiden Stellvertreter Stefan Hübner und Ludwig Wich, überzeugen.

Kommandant Helmuth Wirth,, der auch als Einsatzleiter fungierte, hatte die Übung gut vorbereitet. Immerhin zehn Wehren waren im Einsatz. Auf dem weitläufigen Firmengelände zwischen Burgstein- und Marktstraße war somit eine umfassende Koordination erforderlich. Im Mittelpunkt stand die Rettung zweier vermisster Personen durch Atemschutzgeräteträger der Geroldsgrüner Wehr. Zudem war ein großer Öltank mit 50 000 Litern Inhalt zu sichern. Aus einer Halle, in dem 600 Liter Schmierstoffe lagern, musste mittels Seilwinde ein beladener Tanklastzug mit Getriebeschaden gezogen werden, was innerhalb von acht Minuten nach der Alarmierung gelang.

Nur einige Minuten später wurden die beiden vermissten Menschen von den Atemschutzgeräteträgern gefunden und ins Freie getragen. Erste Hilfe leisteten dann die Helfer und Helferinnen der örtlichen BRK-Bereitschaft unter Leitung von Werner Engelhardt.

Es galt die höchste Alarmierungsstufe; im Einsatz waren neben den örtlichen Brandschützern auch die Wehren aus Bad Steben und Schwarzenbach am Wald mit neun C-Rohren und einem Wasserwerfer. Vonseiten der Burgsteinstraße sorgen die Feuerwehren aus Steinbach, Langenbach und Straßdorf für den Nachschub an Löschwasser. Die Kameraden aus Bobengrün, Obersteben und Dürrenwaid waren für den Aufbau zweier Förderstrecken vom Löschteich der Firma Faber-Castell zuständig, das auf Seite der Marktstraße von der Geroldsgrüner Wehr benötigt wurde. Die aus dem Landkreis Kronach angeforderte Nachbarwehr Wolfersgrün blieb in Wartestellung.

Den Ablauf der von hochsommerlichen Temperaturen geprägten Schauübung ließ Kommandant Helmut Wirth in der folgenden Einsatzbesprechung kurz Revue passieren. Sein Dank galt vor allem den beteiligten Brandschützern, aber auch dem Bad Stebener Abteilungsleiter Rainer Singer sowie der Firma Sell.

"Ihr habt eure Aufgaben an einem sehr interessanten Objekt gut erfüllt", lobte Kreisbrandmeister Michael Horn. Er sprach aber auch die Verzögerung bei der Alarmierung der Wehr Wolfersgrün durch die Leitstelle Coburg an; hier seien Verbesserungen nötig.

Auch Kreisbrandinspektor Willi Zemsch lobte "eine taktisch gut angelegte Übung mit einem anspruchsvollen Brandobjekt". Lobes- und Dankesworte richtete auch Bürgermeister Helmut Oelschlegel an die Aktiven.

Bericht: Frankenpost



Fotos: Tobias Wirth